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Wusstest du schon, ...

... dass Globalfoundries die Teilnahme an Jobrotations unterstützt?

Wir gestalten ein Arbeitsumfeld, welches Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und Funktionen fördert und einen kontinuierlichen Wissensaustausch ermöglicht. Unser Ziel ist es, eine stärkere Vernetzung interdisziplinärer Teams standortweit zu ermöglichen und eine kollaborativer Denkweise bei GF Dresden zu etablieren. Unsere Jobrotation-Modelle legen auch einen Fokus auf die schichtübergreifende Zusammenarbeit. Jobrotation ist eine gängige Methode, um ein besseres Verständnis für andere Arbeitsbereiche und für die Arbeitszusammenhänge innerhalb des Unternehmens zu entwickeln und dadurch gemeinsam Prozesse zu verbessern. Der rhythmische Arbeitsplatzwechsel kann dazu beitragen, andere Vorgesetzte und neue Unternehmensbereiche kennenzulernen, mittels neuer Aufgabenstellungen und Learning by Doing weitere Erfahrungen zu erwerben oder vorhandenes Wissen zu vertiefen. Es ist dabei nicht immer notwendig, für längere Zeit wirklich den Job und das Team zu wechseln. Auch zeitlich begrenzte Rotationen sind sehr hilfreich. Zwischen rotierenden Mitarbeitern findet so ein Wissens- und Erfahrungstransfer statt.


Powerhouse: „Voneinander lernen heißt zusammen gewinnen!“

Interview mit Frank Ludwig

Silodenken und Abschottung der Teams sind nur zwei der vielen Themen, die in der Mitarbeiterbefragung die Arbeitsweise betreffend als Hindernisse einer erfolgreichen Zusammenarbeit mehr als einmal genannt wurden. Im Rahmen der Leitbildentwicklung POWERHOUSE hat sich das Cluster „Arbeitsweise“ die Ziele gesetzt, die Zusammenarbeit durch kontinuierlichen Wissensaustausch zu verbessern, eine verstärkte Vernetzung interdisziplinärer Teams standortweit zu ermöglichen und eine kollaborativer Denkweise zu etablieren. PE Frank Ludwig hat sich bereits auf den Weg gemacht und hat für vier Wochen seinen “gewohnten” Arbeitsplatz verlassen und in verschiedenen Schichten mitgearbeitet. Wir wollten von ihm wissen, welche Erwartung er im Vorfeld hatte und welche Erfolge er bereits direkt nach den vier Wochen gesehen hat.

Woher kommst du und was hast du bis jetzt gemacht?

Ich bin studierter Elektrotechniker. Nach meinem Studium habe ich acht Jahre lang bei AMAT als Field Service Engineer im Bereich Etch gearbeitet. In dieser Funktion war ich dann seit 1998 für AMD, anfangs in der FAB25 in Austin, später für FAB30 hier in Dresden, tätig. 2004 bin ich zu Infineon bzw. Qimonda in die Technologieentwicklung gewechselt. 2009 habe ich bei Globalfoundries als PE in ETCH FEOL angefangen. Seither habe ich schon eine Menge Projekte begleitet – auch international. 2015 war ich für sechs Monate in FAB8 in der 22FDX-Entwicklung tätig. 2017/18 bin ich dann für die 12FDX-Entwicklung nach Malta zurückgekehrt. Seit 2018 bin ich nun als PE bei EPI.

Wie bist du auf die Idee mit dem Schichtpraktikum gekommen?

Ich habe in meinem „Halbleiterleben“, was mittlerweile nun auch schon 20 Jahre zählt, immer – wie es so schön heißt – „Ätzen“ gemacht und das sowohl in der 200mm als auch in der 300mm-Fertigung, mal in der Instandhaltung und mal als Prozessingenieur. Mit dem Wechsel zu EPI gab es wieder viel Neuland für mich zu entdecken. Dazu zählen beispielsweise die logistischen Strukturen und Prozesse. Dinge, die ich diesbezüglich vorher konnte, gingen mit einem Mal nicht mehr. Ein Beispiel, was mir ganz spontan einfällt, ist die Bestellung von Losen vor die EPI und das wollte ich so nicht akzeptieren. Ich will in der Lage sein, ein Tool selber zu bedienen, mit allem was dazu gehört und mir war wichtig, mit allen Schichten direkt zusammen zu arbeiten. Daher habe ich mir einen speziellen Schichtplan erstellen lassen, der mich in vier Wochen durch alle Schichten rotieren ließ.

Was waren Deine Erwartungen an das „Schichtpraktikum“?

Ich wollte gern mal die Perspektive tauschen und mir zeigen lassen, was vielleicht auch von der E-Schicht nicht optimal für die Fertigung/Produktion vorbereitet wurde. Ich wollte sehen, was wir für die gemeinsame Sache besser machen können. Und mir ging es auch darum, meine eigene Autarkie als PE voranzutreiben. Und natürlich bin ich an einem beidseitigen Austausch mit den CPS-Kollegen interessiert. Last but not least – wollte ich natürlich auch das Daily Business der Schicht kennen lernen. Und was eignet sich da besser, als einfach mitzulaufen.

Und jetzt Hand aufs Herz. Wie haben Dir die vier Wochen in der Schicht gefallen?

Mir hat es sehr gut gefallen. Ich kann nur jedem raten, so einen Austausch bzw. Schichtpraktikum mal selbst zu machen.

Wurden Deine Erwartungen an den Austausch erfüllt?

Mein Ziel, in Bezug auf Dispatching, LADF & Manufacturing Cockpit autarker zu werden, habe ich definitiv erreicht, weil sich die Kollegen mit mir viel Mühe gegeben haben. Wenn man 12 Stunden Seite an Seite arbeitet, lernt man sich einfach besser kennen als in einem kurzen Austausch im Rahmen des Tagesgeschäfts.

Was waren weitere wertvolle Erkenntnisse für Dich?

Die Menschen sind natürlich Individuen, aber eigentlich arbeiten die Schichten sehr ähnlich. Damit hat sich mein Gefühl, was ich vorab hatte, dass die Schichten unterschiedlich arbeiten, nicht bestätigt. Was jedoch sehr unterschiedlich ist, ist die Kommunikation zwischen ME/PT/WFT und den MTs, wobei eine enge Verzahnung für das Ergebnis schon förderlich ist. Aus meiner Sicht haben die Schichten die Chance sehr rege wahrgenommen, mich als PE mehr oder weniger auszuquetschen und zu Themen wie 22FDX und EPI allgemein zu befragen.

Wie viele konkrete Anregungen und Aufgaben hast Du für die E-Schicht in den vier Wochen mitgenommen?

Ganz konkret habe ich eine A4 Seite mit 17 verschiedenen Stichpunkten notiert. Eine Menge dieser Punkte laufen darauf hinaus, dass sich die Schichtmitarbeiter und die PEs/ EEs noch besser austauschen sollten, damit noch effektiver gearbeitet werden kann. Kurz und gut, es hat sich für mich bestätigt, dass Kommunikation eigentlich alles ist und wir gemeinsam an deren Verbesserung arbeiten müssen.

Und was war in den vier Wochen Dein persönliches Highlight?

In einer der Schichten wurde ich mit einem „Themenbrett“ erwartet, auf dem die Kollegen schon viele spannende Fragen und Anregungen parat hatten. Hier habe ich gemerkt, dass ich wirklich erwartet wurde. Ich habe einmal mehr erfahren, nur wenn wir zusammen spielen, funktioniert es. Denn jeder kann was anderes, aber keiner kann alles.

Hier könnt ihr meinen speziellen Schichtplan sehen:

 


Schnuppertag bei einem PSM

Interview mit Stefan Korth

„Voneinander lernen heißt zusammen gewinnen!“ Das Team vom POWERHOUSE Cluster „Arbeitsweise“ verfolgt u.a. das Ziel, Silodenken und die Abschottung der Teams am Standort Dresden abzubauen. Dazu ist es wichtig, die Zusammenarbeit durch kontinuierlichen Wissensaustausch zu verbessern, eine verstärkte Vernetzung interdisziplinärer Teams standortweit zu ermöglichen und eine kollaborativer Denkweise zu etablieren. Bereits im März 2020 interviewte das Team Frank Ludwig zu seinen Erfahrungen während vier Wochen in der Schicht. Jetzt folgte ein Interview mit Lead ME Stefan Korth, der einen Tag an der Seite eines PSM in der FAB verbrachte. Einerseits erhielt er dadurch wertvolle Einblicke in die Arbeit seiner Kollegen, andererseits ermöglichte ihm der “Schnuppertag” neue Impulse für seine berufliche Weiterentwicklung bei GF Dresden. Wir wollten von ihm wissen, welche Erwartung er im Vorfeld hatte und wie er die Erfahrung wahrgenommen hat.

Woher kommst du und was hast du bis jetzt gemacht?

Im Anschluss an meinen Wehrdienst bei der Bundeswehr machte ich eine Ausbildung an der Universität der Bundeswehr zum Kommunikationselektroniker in der Fachrichtung Informationstechnik. Nach einem Praktikum bei der Firma Federal-Mogul GmbH Dresden und meiner Diplomarbeit bei Diesel Systems der Bosch GmbH in Bamberg habe ich mein Studium als Diplom-Ingenieur im Fachbereich Produktionstechnik an der HTW in Dresden, im August 2010, abgeschlossen. Seit Oktober 2010 arbeite ich hier bei Globalfoundries als ME in der Abteilung C4. Anschließend wechselte ich 2012 in das neu strukturierte BTF als Lead ME in die Prozessgruppe WET. Im Jahre 2013 sammelte ich Erfahrungen in der Prozessgruppe Metro und seit 2014 bin ich im Bereich DRY im BTF tätig.

Wie bist du auf die Idee mit dem „Schnuppertag“ gekommen?

Nach fast 10 Jahren ME und Lead ME im BTF möchte ich mich beruflich weiterentwickeln und suche neue Herausforderungen. Ich bin jedoch noch unschlüssig, ob die Position als Prozessingenieur oder Schichtleiter für mich geeigneter wäre. Aus diesem Grund schlug mein Chef mir einen Schnuppertag bei einem ehemaligen Kollegen von ihm vor.

Was waren Deine Erwartungen an den „Schnuppertag“?

Durch den Schnuppertag erhoffte ich mir gute Einblicke in die Problemstellungen eines Schichtleiters, beispielsweise wie sich die Kommunikation mit den Mitarbeitern und zum oberen Management gestaltet. Besonders der Ablauf sowie der Aufbau verschiedener Meetings interessierte mich sehr. Wie haben Dir die reichlich 8h gefallen? Die 8 Stunden haben mir sehr gut gefallen. Ich habe es als überaus hilfreich empfunden, dass sich der Schichtleiter am Ende des Tages noch einmal viel Zeit genommen hat und alle meine Fragen beantwortet hat.

Wurden Deine Erwartungen an den Austausch erfüllt?

Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Durch den Perspektivwechsel konnte ich einen kleinen Einblick in die Aufgabenbereiche eines Schichtleiters gewinnen.

Was waren weitere wertvolle Erkenntnisse für Dich und würdest du das kleine „Praktikum“ auch anderen empfehlen?

Ich bekam einen kurzen Einblick in die Meetingkultur. Dabei wurde mir bewusst, wie wichtig hier ein gutes Zeitmanagement ist. Abschließend kann ich jedem zu diesem Schnupperpraktikum raten, der sich beruflich weiterentwickeln möchte. Gerade der Austausch mit den Kollegen und deren geschilderten Erfahrungen empfand ich als sehr hilfreich.